Kindergeldtabelle 2017 – Wieviel Kindergeld?

Wieviel Kindergeld bekommen ElternWenn Eltern wissen möchten, wieviel Kindergeld ihnen im Monat zusteht, empfiehlt sich ein Blick auf die Kindergeldtabelle 2017. Die Kindergeldtabelle zeigt die monatliche Kindergeldauszahlung pro Kind. Denn es gibt nicht für alle Kinder gleich viel Kindergeld pro Monat. Stattdessen ist die Kindergeld Höhe abhängig von der Anzahl der Kinder. Für das erste und zweite Kind der Familie bekommen Eltern noch jeweils gleich viel Geld pro Kind. Beim dritten Kind gibt es dann schon etwas mehr Kindergeld. Noch mehr Geld erhalten Eltern dann für das vierte Kind der Familie. Bei allen weiteren Kindern, die auf das vierte Kind folgen, bleibt die Kindergeld Höhe dann aber gleich. Nachfolgend finden Sie die aktuelle Kindergeldtabelle 2017, aus der sich ganz einfach ablesen lässt, wieviel Kindergeld pro Kind es jeden Monat gibt.




Die Kindergeldtabelle 2017

Anzahl Kinder Kindergeld Höhe 2017
1. Kind 192 Euro
2. Kind 192 Euro
3. Kind 198 Euro
4. Kind 223 Euro
Jedes weitere Kind 223 Euro

Wie sich aus der Kindergeldtabelle 2016 ersehen lässt, gibt es für das erste und das zweite Kind derzeit 192 Euro Kindergeld im Monat. Für das dritte Kind erhalten Eltern im Jahr 2016 monatlich 198 Euro. Für das vierte und jedes weitere Kind danach bekommen Eltern 223 Euro Kindergeld pro Monat überwiesen.

Beispielrechnung:

Eine Familie hat vier Kinder. Dann bekommt diese Familie jeden Monat insgesamt 805 Euro (192 Euro + 192 Euro + 198 Euro + 223 Euro) Kindergeld. Wenn die Familie ein Kind mehr, also fünf Kinder hätte, würde sie nochmals 223 Euro zusätzlich im Monat erhalten und bekäme demnach insgesamt ein monatliches Kindergeld in Höhe von 1.028 Euro (192 Euro + 192 Euro + 198 Euro + 223 Euro + 223 Euro) von der Familienkasse ausgezahlt.

Kindergelderhöhung zum 01. Januar 2017

Pünktlich zum 1. Januar 2017 wurde das Kindergeld erhöht. Das Kindergeld wurde um genau 2 Euro monatlich pro Kind angehoben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich und das erste, zweite, dritte oder vierte Kind handelt. Durch die Kindergelderhöhung stieg die monatliche Kindergeldauszahlung im Jahr 2016 für das erste und zweite Kind somit von 190 Euro auf 192 Euro. Für das dritte Kinder erhalten Eltern statt 196 Euro jetzt 198 Euro. Für das Vierte und alle nachfolgenden Kinder wurde das Kindergeld von 221 Euro auf 223 Euro angehoben.

Berücksichtigung von Zählkindern bei der Kindergeldberechung

Bei der Berechnung, wieviel Kindergeld den Eltern zusteht, werden auch sogenannte Zählkinder berücksichtigt. Bei diesen Zählkindern handelt es sich um Kinder, die beim getrennt lebenden Partner aufwachsen und für die man deshalb auch kein Kindergeld ausgezahlt bekommt. Wenn man aber noch weitere Kinder hat, für die einem Kindergeld zusteht, sorgen die Zählkinder dafür, dass die anderen Kinder in der Reihenfolge hochrutschen und dementsprechend etwas mehr Kindergeld ausgezahlt wird.

Beispiel: Ein Vater hat einen Sohn aus erster Ehe, der aber bei seiner Ex-Frau lebt. Dadurch erhält die Ex-Frau das Kindergeld ausgezahlt. Mit seiner zweiten Frau hat er zwei weitere Kinder, für die er Kindergeld erhält. Da der Sohn aus erster Ehe als Zählkind bei der Kindergeldberechnung berücksichtigt wird, werden die beiden Töchter nicht als erstes und zweites Kind, sondern als zweites und drittes Kind behandelt. Deshalb erhält die Familie jeden Monat 390 Euro statt 384 Euro Kindergeld. Hätte der Vater sogar zwei Kinder aus erster Ehe, würde die Kindergeldauszahlung für de anderen beiden Kinder dadurch auf 421 Euro im Monat steigen. Durch die Regelung mit den Zählkindern hat die Familie also jeden Monat ein Plus von 37 Euro.

Wer erhält Kindergeld von der Familienkasse?

Aus der Kindergeldtabelle 2017 können Sie ersehen, wieviel Kindergeld Eltern pro Kind bekommen. Dann stellt sich noch die Frage, unter welchen Voraussetzungen Eltern überhaupt einen Anspruch auf Kindergeld haben. Bis zur Volljährigkeit des Kindes haben Eltern einen uneingeschränkten Kindergeldanspruch, solange Eltern und Kinder ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Inland haben. Bevor das Kindergeld ausgezahlt werden kann, muss es aber erst einmal von den Eltern beantragt werden. Zuständig für den Kindergeldantrag ist normalerweise die örtliche Familienkasse. Nur für Beamte und Mitarbeiter des öffentlichen Diensts gibt es eine Sonderregelung. Bei dieser Berufsgruppe ist nicht die Familienkasse, sondern die Vergütungs- bzw. Besoldungsstelle für den Kindergeldantrag zuständig.

Kindergeld bei volljährigen Kindern

Etwas komplizierter sind dagegen die Regelungen zum Kindergeld bei volljährigen Kindern. Wenn die Kinder über 18 Jahre alt sind, müssen für ein Fortbestehen des Kindergeldanspruchs bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Eltern haben bis zum 21. Geburtstag ihres Kindes einen Kindergeldanspruch, wenn ihr Kind arbeitslos ist und bei der Bundesagentur für Arbeit als arbeitssuchend gemeldet ist. Noch länger gibt es Kindergeld für Eltern, deren Kinder eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren. In diesem Fall können die Eltern sogar Kindergeld beziehen, bis ihr Kind das 25. Lebensjahr vollendet hat. Aber aufgepasst. Sollte das Kind während eines Zweitstudium zusätzlich zum Studium mehr als 20 Stunden pro Woche einer Erwerbstätigkeit nachgehen, erlischt der Kindergeldanspruch der Eltern. Wieviel Geld das Kind dabei verdient, spielt keine Rolle. Eine Ausnahmeregelung gilt für geringfügige Beschäftigungen und Tätigkeiten im Rahmen eines Ausbildungsdienstverhältnisses, so z.B. auch das Referendariat bei einem Lehramtsstudium.

Eltern, deren Kind aufgrund einer schwerwiegenden Behinderung nicht in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu bestreiten, können sogar zeitlich unbeschränkt Kindergeld beziehen. Bedingung ist aber, dass die Behinderung des Kindes schon vor Vollendung des 25. Lebensjahres bestanden hat. Auf die Kindergeld Höhe hat das Alter des Kindes keinen Einfluss.

Kinderfreibetrag als Alternative zum Kindergeld

Neben dem monatlichen Kindergeld steht Eltern in Deutschland alternativ auch ein Steuerfreibetrag, der sogenannte Kinderfreibetrag, zur Verfügung. Der Kinderfreibetrag wird von dem Einkommen der Eltern abgezogen und sorgt somit für eine geringere Steuerbelastung. Bei Inanspruchnahme der Kinderfreibetrags erfolgt keine monatliche Kindergeldauszahlung mehr. Denn beides zusammen ist nicht möglich. Im Gegensatz zum Kindergeld, dessen Höhe von der Anzahl der Kinder abhängt, bleibt der Kinderfreibetrag unabhängig von der Anzahl der Kinder immer gleich hoch. Der Kinderfreibetrag wurde wie auch das Kindergeld am Anfang des Jahres 2017 angehoben. Aktuell liegt der Kinderfreibetrag bei 7.356 Euro im Jahr pro Kind für beide Elternteile. Sollten die Eltern nicht mehr zusammenleben, steht jedem Elternteil der Kinderfreibetrag in halber Höhe zu. Ob Kindergeldauszahlung oder der Kinderfreibetrag für die Eltern wirtschaftlich sinnvoller ist, ist einzelfallabhängig. Im Rahmen einer Günstigerprüfung wird vom Finanzamt überprüft, welche Alternative jeweils vorteilhafter ist.